Steuerfreie Sachbezüge

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Steuerfreie Sachbezüge in Form von Benzingutscheinen können eine Ergänzung oder eine Alternative bei anstehenden Lohn-/Gehaltsgesprächen bilden. Es ist möglich, einem Mitarbeiter monatlich einen Benzingutschein über eine Höhe von 44 EUR lohnsteuer- und sozialversicherungsfrei zukommen zu lassen.

Ertragsteuer

Wenn ein Unternehmer seinen Mitarbeitern einen bei einem Dritten (Tankstelle) einzulösenden Warengutschein aushändigt, auf dem eine konkrete Sache bezeichnet ist, z.B. “20 Liter Super-Benzin”, liegt ein steuer- und sozialversicherungsfreier Sachbezug vor.

Im Einzelnen ist zu beachten:

  • Exakte Bezeichnung der Sache
  • Der Gutschein muss auf einen Liter-Betrag lauten und darf 44 EUR im Wert nicht überschreiten.
  • Bei dem Betrag von 44 EUR handelt es sich um eine Freigrenze. Wenn also in einem Monat weitere Bezüge gewährt werden (Wohnung, Kost, Waren, Dienstleistungen und sonstige Sachbezüge),
    ist der gesamte Wert der Sachbezüge lohnsteuer- und sozialversicherungspflichtig.
  • Als weitere Vorausstzung wird in der Literatur angegeben, dass der Arbeitgeber einen Rahmenvertrag
    mit einem Tankstellenpächter abschließen muss. Dieses ist jedoch in der grundlegenden Verfügung
    der OFD Berlin nicht gefordert.

Der Sachbezug darf seitens der Finanzverwaltung nicht mit der dem Arbeitnehmer zustehenden Entfernungspauschale verrechnet werden, so dass beim Arbeitnehmen der gesamte Vorteil von bis zu 44 EUR pro Monat verbleibt.

Umsatzsteuer

Sofern ein Unternehmer mit einer ortsansässigen Tankstelle vereinbart, dass seine Arbeitnehmer gegen Vorlage von Benzingutscheinen in Höhe von 44 EUR, die der Unternehmer ausstellt, Mineralölprodukte erwerben kann und die Tankstelle die eingelösten Gutscheine mit dem Unternehmer abrechnet, ist kein Vorsteuerabzug gegeben, da der Unternehmer nicht Besteller der konkretisierten Leistung ist.

Wird auf den Gutscheinen angegeben “Nur für den Bezug von Super-Benzin gültig”, steht dem Unternehmer unter den weiteren Voraussetzungen des § 15 UStG der Vorsteuerabzug aus dem Ankauf des Kraftstoffes zu. Allerdings wird die unentgeltliche Weiterlieferung des Kraftstoffes an das Personal einer unentgeltlichen Lieferung gleichgestellt.

Letztendlich führen beide denkbaren Varianten zu den gleichen fiskalischen Ergebnis. Im ersten Fall wird ein unversteuerter Entverbrauch durch die Versagung des Vorsteuerabzugs beim Unternehmer vermieden. Im zweiten Fall wird der vom Unternehmer vorgenommene Vorsteuerabzug durch die Besteuerung einer unentgeltlichen Wertabgabe wieder egalisiert.

 
 

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