Beispiel

Für die Finanzierung von Immobilienkäufen über Kapitallebensversicherungen wird fast immer dieses an einem Beispielsfall aus der Praxis demonstrierte Modell gewählt.

Herr X will ein Haus kaufen und nimmt hierfür ein endfälliges tilgungsfreies Darlehen in Höhe von 100.000 ? auf, welches zum 31.12.2005 fällig wird. Parallel schließt er eine von der Bank vermittelte Lebensversicherungspolice ab. Der Angestellte der Bank verspricht ihm, dass die Lebensversicherung zum Auszahlungszeitpunkt am 31.12.2005 einen Wert erreicht haben soll, welcher der abzulösenden Darlehenshöhe in vollem Umfang entspräche! Hierzu verspricht er zusätzlich hohe Überschussbeteiligungen.

So weit, so gut; bis zu dieser Stelle funktioniert das Modell noch. Ärgerlich wird es aber dann, wenn der Darlehenszins effektiv höher ist, als die tatsächliche Rendite der angesparten Kapitallebensversicherung. Hierfür kann es viele Gründe geben, z.B. dass der Darlehensvertrag zu Zeiten eines Zinsgipfels abgeschlossen wurde, später aber die Zinssätze fallen und damit die Erträge aus der Kapitallebensversicherung nicht mehr so hoch ausfallen, wie zum Abschlusszeitpunkt erwartet. Eine weitere mögliche Ursache sind oftmals unrealistisch hohe Überschusserwartungen, die vom Kreditinstitut vorhergesagt wurden. Zudem muss beachtet werden, dass in den Lebensversicherungen oftmals Absicherungen wie der Todesfallschutz enthalten sind, die ebenfalls mit der Rendite der Lebensversicherung erwirtschaftet werden müssen.

Für unseren Beispielsfall kann dies bedeuten, dass Herr X zum Zeitpunkt der Fälligkeit des Darlehens inklusive Zinsen 110.000 ? zahlen muss, er aus der Lebensversicherung aber nur 80.000 ? erhält. Wer kommt nun für den fehlenden Betrag auf?
Weitere Problemfelder sind in diesem Zusammenhang Zinserhöhungen, die sich wegen der fehlenden Tilgung während der Laufzeit des Darlehens auch auf das gesamte Darlehen auswirken, so dass plötzlich anstatt der anvisierten 110.000 ? nunmehr 120.000 ? zu zahlen sind. Dann klafft die Lücke noch weiter auseinander! Am Ende der Finanzierung fordert die Bank die Differenz ein und ist daher erstrangig abgesichert.

Wehren Sie sich jetzt. warten sie nicht weiter ab. Ihr Recht ist Anwaltssache!

Wir beraten seit einigen Jahren erfolgreich Mandanten gegen Banken in allen Fragen täglicher Bankgeschäfte. Die Liste der Verstöße, die den Banken unterlaufen können, ist groß, so dass sich fast immer Möglichkeiten für die Darlehensnehmer ergeben.

Es muss z.B. nicht erst bis zum Eintritt des Schadensfalles zum Zeitpunkt des Ablaufs der Darlehensdauer abgewartet werden. Es besteht durchaus die Möglichkeit, seine Ansprüche gegen die Bank feststellen zu lassen! Dies hat den Vorteil, dass man zum Zeitpunkt der Fälligkeit des Darlehens bereits auf der sicheren Seite ist, da bereits geklärt ist, dass die Darlehensforderung durch die Auszahlung der Versicherungssumme an das Kreditinstitut erlischt, auch wenn diese Summe hinter dem Darlehensbetrag zurückbleibt. Dieses hat das OLG Karlsruhe klargestellt.

Ein weiterer möglicher Schritt wäre dann im Falle des Vorliegens höherer als prognostiziert ausfallender Überschüsse, die die Banken jedoch nicht auszahlen wollen, einen Anspruch gegen die Bank auf Angleichung der eigenen Überschussbeteiligung durchzusetzen. Interessant kann die Feststellung dieser Ansprüche insbesondere für denjenigen Bankkunden sein, der sich auf der Suche nach einer für ihn passenden Umfinanzierung befindet, da er den Vorteil genießt, nicht mit Nachforderungssummen der Banken nach Ablauf der Darlehensdauer rechnen zu müssen.

Viele Betroffene aus ganz Deutschland stehen gerade jetzt in Zeiten niedriger Zinsen und der damit verbundenen Problematik der zu erwartenden geringeren Renditen vor dieser oder zumindest einer sehr ähnlichen Problematik. Die Banken und Bausparkassen reagieren bereits und versuchen den Darlehensnehmern unter dem Deckmantel einer ?Auffrischung? der Lebensversicherungsverträge neue Vertragsbedingungen hinsichtlich der zu erwartenden Rendite und der von ihrer Seite versprochenen Überschussbeteiligung im wahrsten Sinne des Wortes ?unterzujubeln? und damit die Darlehensnehmer in ein neues Vertragswerk einzuflechten.

Hier ist äußerste Vorsicht geboten. Lassen Sie sich anwaltlich beraten!


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